Seit gut 30 Jahren fahren wir jedes Jahr in die Provence und sie hält uns immer noch in ihrem Bann. Ihr Einfluss auf uns ist unverkennbar und wir haben dort eines besonders gelernt: zu genießen. Die Ruhe, auch die Einsamkeit, die Weite, das Licht, die Farben und die einfachen Dinge. Dazu gehört auch die provençalische Küche. Sie ist einfach und raffiniert. Unkompliziert weil sie mühelos ist und wenig Arbeit macht. Ihre Raffinesse bezieht sie aus den typischen Zutaten bei denen Qualität und Frische eine entscheidende Rolle spielen. Und was mir an ihr besonders gefällt, da für mich Rezepte in der Regel nur Anregungen sind: Sie lässt Spielraum für Improvisation und individuelle Variationen.

Hier finden Sie - von Zeit zu Zeit variiert - typische Rezepte aus der Provence.
Aktuell:

Gerichte aus dem Tontopf

Eine Daubière oder ein Tian sind spezielle Tontöpfe aus Steingut. Sie eignen sich fantastisch um Fleischgerichte und Eintöpfe im Backofen zu garen. Da durch den Deckel nur wenig Flüssigkeit verloren geht, alles rundum gleichmäßig erhitzt wird und im eigenen Saft schmort, ist er Erfolg der Zubereitung quasi garantiert. Es funktioniert auch in einem Schmottopf aus Metal.

Daube
Provenzalischer Rinderschmortopf

2 kg Rindfleisch (Bratenstück aus der Keule oder Nuss), ein ca. 300 gr Stück Räucherspeck mit Schwarte, 4 Karotten in dicke Scheiben geschnitten, 1 Bouquet garni (aus Lorbärblättern, Salbeizweig, Thymianzweigen), Salz und Pfeffer, 2 Orangenscheiben (die behandelte Schale abschälen) oder 1 lang geschnitte Schale einer unbehandelten Orange.

Für die Marinade: 2 grob gewürfelte Zwiebeln, 3 Nelken, 4 geschälte und geviertelte Knoblauchzehen, 1 EL Rotweinessig, 1 Liter Rotwein.

Fleisch grob würfeln und einen Tag marinieren, dabei ggf. mehrmals wenden.

Etwas Olivenöl in den Topf geben und den Boden mit der in grob Stücke geschnittene Speckschwarte bedecken. Fleichstücke salzen und pfeffern, gemeinsam mit den Karottenscheiben in den Topf geben. Darauf das Bouquet garni und die Orange legen, mit dem grob gewüfelten Speck abdecken. Alles mit der Marinade begießen. Den Topf verschließen und rund 5 Stunden bei 150-160 Grad im Backofen schmoren. Das Geheimnis und der Erfolg liegen wirklich darin, dass das Gericht bei relativ niedriger Temperatur lange geschmort wird. Die Gedult lohnt sich!! Vor dem Servieren das Bouquet garni entfernen, die Speckschwarte wird mitgegessen. Dazu gibt’s traditionell Spaghettis oder Makkaronis.

Dazu passt am besten einen richtig kräftiger Rotwein.


Kartoffeltian

1 kg Kartoffeln, 300 gr Zwiebeln, 500 gr Tomaten, Knoblauch, Thymian, Lorbeerblatt, Olivenöl, Salz, Pfeffer

In den Tian eine Lage Kartoffeln, gesalzen, mit etwas bepresstem Knoblauch und Thymian bestreut, dann eine Lage Tomaten, eine Lage Zwiebeln, wieder Kartoffeln... also alles mehrmals wiederholen. Ein wenig Brühe angießen, das kann man sich aber auch sparen, wenn die Tomaten saftig genug sind. Bei 200 Grad im Backofen garen.

Variationen: gepöckeltes Schweinefleisch oder Mettwurst in Scheiben dazugeben.
Oder: einige Stücke Lammfleisch dazugeben.

Auf jeden Fall: nicht mit dem Thymian sparen und stark pfeffern.

Lecker mit einem schönen Rosé.

 

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